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Das Internationale Theaterinstitut (ITI)
ITI-Weltverband
Das Internationale Theaterinstitut (ITI) ist die weltweit größte Organisation für darstellende Künste. Gegründet 1948 auf Initiative der UNESCO besitzt das ITI einen formellen assoziierten Status und ist damit offizielle Partnerorganisation der UNESCO im Bereich der darstellenden Künste.
Als weltweit agierendes Netzwerk setzt sich die Organisation des ITI mit Sitz in Paris und Shanghai heute aus über 92 nationalen Zentren zusammen – jedes Zentrum bildet im jeweiligen Land einen Zusammenschluss aus Künstler*innen und Kulturschaffenden, Gruppen und Kollektiven, Kulturinstitutionen und -verbänden.
Der Weltverband organisiert zusammen mit seinen Mitgliedern internationale Festivals und Kongresse. Darüber hinaus zeichnet sich der Weltverband des ITI für die Botschaften von Persönlichkeiten aus Theater und Tanz zum Welttheatertag am 27. März sowie zum Welttanztag am 29. April verantwortlich.
Präsidentin des Weltverbandes ist seit 2024 Jessica Kaahwa (Uganda).
ITI Zentrum Deutschland
Das Zentrum Bundesrepublik Deutschland des Internationalen Theaterinstituts ist Teil des Weltverbands des Internationalen Theaterinstituts. Es ist ein gemeinnütziger Verein mit einer Satzung. Im ITI engagieren sich Theaterkünstler*innen, Kurator*innen und Vertreter*innen von Verbänden und Institutionen aus allen Bereichen der Darstellenden Künste. Die Geschäftsstelle des ITI erhält für ihre Projekte öffentliche Fördermittel.
Die Geschäftsstelle ist im Kunstquartier Bethanien in Berlin.
Als Interessenvertretung und Informationszentrum für die Darstellenden Künste engagiert sich das deutsche ITI für die freie Entwicklung und den Erhalt der Vielfalt ihrer Ausdrucksformen. Es fördert die internationale Zusammenarbeit von Künstler:innen und setzt sich national wie international in Initiativen, Verbänden und Gremien für ihre Rechte ein und begleitet den Austausch in Wissenschaft und Praxis in den Darstellenden Künsten.
Das deutsche Zentrum vertritt den Weltverband bei der UNESCO im Zwischenstaatlichen Komitee für die Vielfalt der kulturellen Ausdrucksformen.
Arbeitsfelder und Projekte
Theater der Welt: inspiriert vom ITI-Festival Theater der Nationen, das 1979 in Hamburg stattfand, wurde THEATER DER WELT 1981 vom ITI Zentrum Deutschland gegründet und präsentiert seitdem alle drei Jahre Entwicklungen des Theaters aus allen Kontinenten.
THEATER DER WELT 2026 wird vom 18. Juni bis 5. Juli in Chemnitz stattfinden.
ITI Academy ist eine Plattform für internationale Begegnung und künstlerisches Forschen. Sie versteht sich als Labor für kollektive Resilienz und gleichberechtigte Praxis in Kunst und Theater. Während des alle drei Jahre stattfindenden internationalen Festivals THEATER DER WELT findet die ITI Academy Week statt.
Der Preis des Internationalen Theaterinstituts wird seit 2016 an Künstler:innen vergeben, die mit ihrem Engagement im Bereich der Darstellenden Künste maßgeblich zum internationalen kulturellen Austausch zwischen Deutschland und anderen Ländern beitragen. Der Preis ist seit 2017 dotiert. Das Preisgeld beträgt aktuell 3.000 Euro.
Touring Artists informiert und berät zu administrativen und organisatorischen Fragen, die sich in der grenzüberschreitenden Arbeit für die künstlerische, kuratorische und organisatorische Praxis ergeben. Durch Beratung, Workshops und Netzwerkformate unterstützt touring artists zudem neu ankommende Künstler:innen, Kreative und Kulturtätige, die ihre Heimatländer aufgrund der politischen Situation verlassen mussten.
Theater Übersetzen bietet verschiedene Formate für Übersetzer:innen und Theaterpraktiker:innen im Kontext von Übersetzung und Übertragung für Theater und Performance, wie die Wissensplattform theateruebersetzen.de, die Internationale Werkstatt für Theaterübersetzer*innen im Rahmen der Mülheimer Theatertage oder den BRANCHENTREFF THEATER ÜBERSETZEN.
Die Mediathek für Tanz und Theater ist ein Ort der künstlerischen und wissenschaftlichen Recherche und Auseinandersetzung für Akteur:innen der darstellenden Künste. Mit derzeit ca. 12.000 Videos und ergänzenden Materialien ist die Mediathek eines der umfangreichsten öffentlich zugänglichen audiovisuellen Dokumentationszentren der darstellenden Kunst in Deutschland.
Das Studio2 ist ein 165qm großer Proben- und Workshopbereich für die darstellenden Künste im Berliner Kunstquartier Bethanien. Das Studio bietet insbesondere aufstrebenden Künstler:innen die Möglichkeit, sich in Proben, Workshops und Arbeitsdemonstrationen auszuprobieren und zu recherchieren. Neben stundenweiser Nutzung ist für längere Recherchephasen auch eine Nutzung über mehrere Tage möglich.